Schulschlussfeier

Wie jedes Jahr in der vorletzten Schulwoche lud die Schule Mammern zur Schulschlussfeier. Obwohl die FIFA bei der Planung der WM-Spiele wenig Rücksicht auf das Programm der Schule Mammern genommen hatte, erschien das Publikum zahlreich. Es wurde mit vielen Highlights für die kurze Fussball-Abstinenz entschädigt.

Aus dem Schulunterricht in Mammern: Schüler Albrecht bittet Lehrer Lendenmann um ein neues Blatt. Vom alten Blatt habe er die Hälfte leider aufgegessen. Der Lehrer holt Ersatz. „Aber sag Deinen Eltern, sie sollen Dich besser füttern.“ Solches trägt sich in Mammern nicht tatsächlich zu (hofft die Schulbehörde), sondern wurde am Schulschlussabend von Schülern der vierten, fünften und sechsten Klasse gezeigt, als Teil einer Reihe von Sketches. Die Nachwuchs-Humoristen hatten die munteren Episoden während eines Klassenlagers auf der Beguttenalp einstudiert. Thematisiert und parodiert wurden das Schullager selber (gesundes Essen! elend lange Wanderungen!), die Papiersammlung, der Umgang mit Geburtstagskuchen und – Neymar lässt grüssen – Fussballspieler mit geringem Stehvermögen.

Zuvor hatten die Basisstufenkinder den Abend eröffnet, mit einer szenischen Darbietung des Liedes „Ich ligge fuul im höche Gras“. Die kleinen Akteure trugen selbstgefertigte „Müsli-Ohre“, Schmetterlingsflügel, Schneckenhäuschen (in einem für Schnecken eher unüblichen Einfamilienhaus-Baustil) oder waren als Marienkäfer verkleidet. Lied und Kostüm passten zum Thema „Der Natur auf der Spur“, das die Schülerinnen und Schüler in altersdurchmischten Lerngruppen im Jahresverlauf während sogenannter Adl-Morgen bearbeitet hatten.

Der Natur auf der Spur waren auch die Zweit- und Drittklässler. Diese hatten ein äusserst komfortables Insektenhotel geschaffen. An der Schulschlussfeier wurde das De-Luxe-Heim für Wildbienen, Ohrengrübler und andere Vielbeiner, welches neben Ein- und Mehrbettzimmern aus Holz, Lehm und Schilf sogar einen Swimming Pool und eine vorgelagerte Blumenwiese bietet, musikalisch und fotografisch vorgestellt. 

Auf die eingangs erwähnten Sketches folgten Bilder aus dem Schullager und schliesslich ein Video, in dem die Sechstklässler von den Fünftklässlern zum bevorstehenden Übertritt an die Sek Steckborn befragt wurden. Worauf sie sich freuten? Wovor sie Angst hätten? Die Voten fielen unterschiedlich aus: „Nur noch drei Jahre Schule!“, „neue Freunde kennenlernen“, „Schule bis um fünf und viele Hausaufgaben“, „Spannende Projekte“. Im Anschluss wurden die Sechstklässler von der Schulleiterin Manuela Bärtsch verabschiedet, mit den allerbesten Wünschen und einer Wasserflasche als Geschenk – zur Überbrückung von Durststrecken, nicht zuletzt im Hinblick auf den neuen Schulweg.

Abschied nehmen musste die Schule Mammern auch von der langjährigen Unterstufenlehrerin Angela Dubach, welche in Uesslingen eine neue Herausforderung annimmt. Viel Glück und Erfolg und herzlichen Dank fürs Engagement!
Schulpräsidentin Mona Ribi fiel die dankbare Aufgabe zu, zwei Jubilarinnen zu ehren: Die Basisstufenlehrerinnen Nina Langhart und Kathrin Rutishauser setzen sich seit 10 bzw. 20 Jahren für die Schule Mammern und die Mammermer Kinder ein.
Mit einem herzlichen Dankeschön und unter begeisterten Pfiffen der Schülerinnen und Schüler wurde schliesslich Hauswart Andreas Kradolfer auf die Bühne gebeten. Im vergangenen Schuljahr hatte der ambitionierte Turner und Biker mit Fachkenntnis und Sportbegeisterung bei der Leitung des Turnunterrichts mitgeholfen.

Beim Apéro mit heisser Wurst und kalten Getränken waren sich alle einig: Es war ein gelungenes Schuljahr 2017/2018 und eine ebenso gelungene Abschlussfeier. Von südkoreageschädigten Besuchern war sogar zu hören: „Besser als die Fussball-WM!“ 

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