„… und myni Laterne mit mir“ – Laternenumzug der Schule Mammern

Der Räbeliechtli-Umzug gehört zu den stimmungsvollsten Anlässen im Kalender der Gemeinde und Schule Mammern. Am Dienstag fand der diesjährige Umzug statt: mit leuchtenden Laternen und Kinderaugen, mit frisch vorgetragenen Liedern, heissen Wienerli und einer rekordverdächtigen Beteiligung.

Um 17.45 Uhr am Dienstagabend bildete sich eine lange Kinderschlange vor dem Schulhaus Mammern. Dick eingepackt in warme Jacken, Schals und Mützen warteten rund 60 Kinder der Basisstufe, Unterstufe und Mittelstufe darauf, von ihren Lehrerinnen die Laternen entgegenzunehmen, die sie in den Tagen und Wochen zuvor im Werkunterricht angefertigt hatten. Mit Stolz wurden diese entzündet und hergezeigt: Kreationen mit buntem Herbstlaub, Laternen mit Igel-Silhouetten und farbige Kunstwerke mit mosaikartigen Applikationen aus Papierstückchen.

Ein erstes Lied wurde auf dem Schulplatz vorgetragen, danach machte sich der Laternenzug unter sternenklarem Himmel auf den Weg, in mehr oder minder geordneter Formation, die Kleinsten Hand in Hand mit einem älteren Gspänli. Die anfängliche Nervosität bei den kleinen Laternenträgern war rasch verflogen. Lichterpannen wurden von eigens delegierten Kerzen-Anzündern behoben. Beim Bocciaplatz und vor der katholischen Kirche gab es weitere Lieder zu hören. Klassiker wie “Myni Laterne“ und das englische „Twinkle, twinkle, little star“ wurden ebenso sicher vorgetragen wie Neueres von Andrew Bond und der Kanon „Miis helle Liechtli“. Zurück auf dem Schulhof, zeigten die Kinder zum Abschluss eine Choreographie mit goldenen Sternen.

Dann hiess es noch einmal Schlange stehen, für die Schüler und die zahlreichen älteren Familienmitglieder. Die Sechstklässler hatten – mit erwachsener Unterstützung – für heisse Wienerli und Punsch gesorgt. Als Dessert gab es Lebkuchenguetzli, die am Vormittag im altersdurchmischten Projektunterricht gebacken worden waren. Weitere Ergebnisse des Projektunterrichts in Form weihnachtlicher Dekorationsgegenstände konnten im Schulhaus bestaunt werden.

Was ihr am Laternenumzug am besten gefallen habe, wollten wir von einer kleinen Teilnehmerin wissen. „D‘Liechtli und d‘Wienerli“, lautete die schnelle und entschiedene Antwort. Ähnlich dürften es viele Erwachsene gesehen haben. Erst kommt die Kultur – Lichter und Lieder –, danach etwas Herzhaftes in den Bauch. So wird der Umzug in Mammern zum stimmungsvollen Anlass, der die Seele wärmt.

Fotos: Janic Rüegg und Matthias Fluri